Die Zeitschrift "AKADEMIE" erscheint mit vier Ausgaben im Jahr und hat derzeit eine Auflage von 15.000 Exemplaren. Sie wendet sich an Fach- und Führungskräfte in Verwaltung und Wirtschaft. Herausgeber sind der Bundesverband Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien e. V. und der Bund der Diplominhaber der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien - Bundesverband e. V. Die "AKADEMIE" wurde 1955 erstmalig herausgegeben.
Die "AKADEMIE" kostet im Jahresbezug 11,00 Euro, das Einzelheft 3,08 Euro (inkl. MwSt. und Porto). Sie erscheint im Bochumer Verlag Schürmann + Klagges (www.skala.de).
Die Zeitschrift kann per E-Mail bestellt werden: droege@skala.de
Paul Kirchhof verficht brillant seine Idee der Reform des Steuerrechts. Die sei notwendig, weil im aktuellen Steuerrecht der Gerechtigkeitsgedanke weitgehend abhanden kam. Das Steuerrecht müsste eigentlich Gleichheit gebieten. Das werde verfehlt, weil der Staat seine „Kassenhäuschen zwar an den Normalwegen“ aufstelle, auf denen sich Steuerzahler bewegten. Zugleich aber verlegten andere durch erlaubtes Gestalten ihr „Wirtschaften auf Nebenwege“, um die „Zahlstellen“ zu vermeiden. Sie wären „im Schachspiel mit dem Finanzamt durch geschickte Spielzüge mit List und Esprit“ erfolgreich. Deshalb seien viele selbst zur Steuerhinterziehung bereit. Das wäre zwar irrational, erkläre sich aber mit dem Verlust des Rechtsgedankens im Steuerrecht.
30 Jahre lenkte Peter Eichhorn die Geschicke des VWA-Bundesverbandes. Jetzt blickte er zurück: Es sei ihm „nie um Karriere oder um meine Person, sondern immer um die Sache“ gegangen. Er empfand sich als Primus inter Pares, als Mentor, Moderator, auch als Mediator. Als Ehrenpräsident genieße er nun den „Vorhof zum Paradies“, sagte Eichhorn zum Abschied.
In Karlsruhe wurde ein neuer Vorstand gewählt, der bis 2014 amtiert. Vier der elf Mitglieder des Gremiums sind erstmals dabei: Carola Schaar (IHK Halle-Dessau), Prof. Dr. Dirk Looschelders (VWA Düsseldorf), Prof. Dr. Rainer Marr (VWA München) und Jens Schmidt (VWA Göttingen). AKADEMIE befragte die neuen Vorstände über ihre Vorstellungen und Ideen zur Arbeit im Gremium.
Im Notfall entscheiden Sekunden. Ob lebensrettende Hilfe schnell gewährt werden kann, ist eine Frage der Struktur und Organisation in den Notrufzentralen. Thomas Gerlach stellt Modellierungsmöglichkeiten sowie Lösungsansätze vor. Er analysiert Frequenz, Dauer und zeitliche Verteilung von Notrufen zur Optimierung des Personaleinsatzes.
Das Verhalten von Managerinnen und Managern wird seit der Finanzkrise 2008 kritisch bewertet, mehr gesellschaftliche Verantwortung von ihnen gefordert. Das wurde politisches Ziel in vielen Ländern. Albrecht Söllner stellt zwei alternative Ansätze vor, wie dies erreichbar wäre: Die „Principles of Responsible Management Education“ bauen auf Wertevermittlung in der Managementausbildung. Alternativ dazu setzen andere auf die institutionelle Umwelt von Unternehmen, eine Rahmenordnung. Sie soll eigentlicher Ort für Moral im Wirtschaftsleben sein. Wären die Spielregeln der Rahmenordnung vollständig und nach Kontrolle auch durchsetzbar, würde sich der Wettbewerb innerhalb dieser Regeln abspielen und verantwortungsbewusstes Verhalten sichern.
Marcell Schweitzer zeigt, dass ethische Werte und Normen unternehmerisches Entscheiden leiten, Vertrauen und Verantwortung grundlegende Werte in einer moralisch geprägten Wirtschaft sein können. Als „Grundpfeiler aller wirtschaftlichen Handlungen“ bringen sie kurz- als auch langfristig wirtschaftlichen Vorteil, stiften gesellschaftlichen Nutzen.
Die Hälfte der etwa 400.000 Vereine und Verbände gibt jährlich Magazine mit 300 - 500 Mio. Exemplaren heraus. Jan Zeese untersuchte die oft unterschätzte Gattung. Er begründet ihre Wirkung: Sie böten Raum, komplexe Themen ausführlich zu erläutern, Hintergründe zu beleuchten und kontrovers zu diskutieren, erreichten Multiplikatoren und Politiker mit „spürbar politischer Kraft“.
Der „Master of Business Administration“ ist in die Kritik geraten. Bodo B. Schlegelmilch und Howard Thomas analysieren Ursachen, geben Ausblick auf die Struktur dieser Ausbildung am Ende des Jahrzehntes. Sie prognostizieren „tiefgreifende Änderungen im System“, fordern mehr Augenmerk auf Führungsqualitäten künftiger MBA, damit den Anforderungen von Markt und Interessenten Genüge getan wird.