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Berufsbegleitend zum Bachelorabschluss

Ohne Fleiß kein Preis: Lara Rüther ist gleich zweifach Prüfungsbeste.

Wir sprachen mit Lara Rüther, Finanzbuchhalterin bei der Rekers Betonwerk GmbH & Co. KG mit Sitz in Spelle. Die 26-Jährige hat sich nach ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau für eine Weiterbildung zur Betriebswirtin (VWA) entschieden und anschließend berufsbegleitend den Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft erlangt. Beide Studiengänge hat sie als Prüfungsbeste abgeschlossen.

__ Frau Rüther, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem ausgezeichneten Abschluss. Was hat Sie zu Ihrer eigenen Weiterbildung motiviert?
Für mich war schnell klar, dass ich mich nach meiner Ausbildung weiterbilden und mein betriebswirtschaftliches Wissen erweitern möchte. Und das am besten so praxisnah wie möglich – daher die Entscheidung für ein berufsbegleitendes Studium. Außerdem konnte ich so eine Grundlage für meine berufliche Zukunft schaffen und meine Attraktivität am Arbeitsmarkt steigern.

__ War ein Bachelorabschluss schon immer ein Ziel von Ihnen?
Ehrlich gesagt war es von Anfang an mein Ziel, den Bachelor-Abschluss zu erlangen. Dieses Vorhaben hat sich während des VWA-Studiums zur Betriebswirtin gefestigt. Letztlich bin ich glücklich und stolz einen akademischen Abschluss neben dem Beruf und einer 40-Stunden-Woche erlangt zu haben.

__ Welche Vorteile hat für Sie ein berufsbegleitendes Studium?
Theoretisches Wissen kann direkt in die Praxis umgesetzt werden. Mir hat dieser Praxistransfer geholfen, um Lerninhalte aus den Vorlesungen zu festigen. Zudem bleibt man finanziell unabhängig, weil man arbeiten geht und weiterhin Geld verdient. Der größte Vorteil für mich persönlich ist, dass man stressresistenter wird und sich fachlich sowie persönlich weiterentwickelt. Ich gebe ehrlich zu, dass es auch schwierige Phasen gab. Wenn man diese jedoch durchsteht, bringt einen das in der persönlichen Entwicklung voran.

__ Hat Ihr Arbeitgeber Sie unterstützt?
Mein Arbeitgeber hat die berufsbegleitende Weiterbildung immer sehr befürwortet und mich auch finanziell unterstützt. Ich konnte mir in der Prüfungszeit meine Arbeitszeit sehr gut einteilen und in stressigen Phasen im Studium freinehmen, um zu lernen. Auch meine Kollegen haben mir den Rücken freigehalten.

__ Was würden Sie sagen: Welche positiven Auswirkungen hatten die Weiterbildungen auf Ihre berufliche und persönliche Entwicklung?
Ich kann das im Studium Gelernte in der Praxis anwenden und fühle mich insgesamt beruflich besser qualifiziert. Dieses Gefühl hilft mir im Auftreten gegenüber Geschäftspartnern und Kunden. Das Studium half mir, in meiner Position in der Finanzbuchhaltung mehr Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen einzubringen. Persönlich bin ich durch das Studium reifer und selbstbewusster geworden. Mein Zeitmanagement hat sich verbessert und ich habe gelernt, wie wichtig die Freizeit ist, um sich vom beruflichen Stress zu erholen.

__ Würden Sie das berufsbegleitende Studium weiterempfehlen?
Auf jeden Fall! Ich kann nur jeden ermutigen, eine berufsbegleitende Weiterbildung zu absolvieren. Auch wenn es stressig und nervenaufreibend ist und es schwierige Phasen gibt, ist es ein sehr gutes Gefühl, wenn man am Ende des Weges das Zeugnis in den Händen hält und beglückwünscht wird. Man ist ein Stück weit stolz auf sich selbst. Dann merkt man, der Weg hat sich gelohnt. Berufsbegleitend

Quelle: ihkmagazin Osnabrück – Mai 2018