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„Stillstand ist nichts für mich“

Jana Wulf. Foto: VWA Arnsberg

Immer mehr Berufstätige setzen zur Weiterqualifizierung neben dem Job auf ein Studium. Jana Wulf ist eine von ihnen. Nach dem berufsbegleitenden Studiengang zur Betriebswirtin an der VWA Hellweg-Sauerland hat sie bereits das nächste Ziel vor Augen: Sie ist mit dem Bachelor of Arts gestartet – ebenfalls berufsbegleitend. 

„Ich wollte mich weiterbilden, etwas für mich tun“, sagt Jana Wulf. „Stillstand ist nichts für mich.“ Nach dem Abitur 2010 hatte sich die heute 25-Jährige aus Anröchte zunächst bewusst gegen ein Studium und für eine duale Ausbildung entschieden. „Ich wollte auf jeden Fall mit Zahlen arbeiten.“ Ein BWL-Studium war der jungen Frau aber dann doch zu trocken, wie sie sagt. Sie wünschte sich den Kontakt mit Menschen.

Deshalb entschied sich Jana Wulf für eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Volksbank Hellweg eG, von der sie nach zweieinhalb Jahren Ausbildungszeit Anfang 2013 unbefristet übernommen worden ist. In der Filiale Warstein-Sichtigvor arbeitete sie zunächst als Junior-Kundenberaterin, insbesondere 18- bis 28-Jährige gehörten zu ihren Kunden. „Das war eine tolle Aufgabe“, sagt die junge Bankkauffrau.

Trotz ihres erfolgreichen Starts ins Berufsleben stand für sie jedoch fest: Sie wollte sich eine möglichst umfassende fachliche Basis schaffen. Deshalb hat sie sich für das Studium zur Betriebswirtin (VWA) entschieden. Berufsbegleitend. Die zusätzliche Belas-tung hat die junge Frau gerne in Kauf genommen. An zwei Abenden in der Woche – dienstags und donnerstags – sowie an jedem zweiten Samstag stand für sie Unterricht in der VWA in Soest auf dem Programm. 

Mit dem Abschluss in der Tasche macht sie direkt weiter: „Es hat mich gereizt, in verkürzter Zeit zu-sätzlich einen Hochschulabschluss zu erreichen, der national und international anerkannt ist“, sagt die junge Frau. „Dabei ist für mich als Berufstätige besonders attraktiv, dass ich viel von zu Hause aus für das Studium erarbeiten kann und es nur wenige, aber dafür qualitativ gute und intensive Präsenzveranstaltungen gibt.“

„Der berufsbegleitende Studiengang ist ein wichtiger Beitrag für die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Qualifizierung“, sagt VWA-Leiterin Saskia Fleer. „Auch ohne Abitur steht damit die Tür zu einer akademischen Ausbildung offen, und Berufstätige müssen keine Auszeit vom Job nehmen.“ Arbeitgeber hätten auf der anderen Seite die Chance, gezielt Fach- und Führungskräfte heranzubilden.

Jana Wulf kann Beruf und Studium nicht zuletzt deshalb miteinander vereinbaren, weil ihr Arbeitgeber sie unterstützt und ihr mit einem Gleitzeitmodell Flexibilität ermöglicht. Aber auch der Rückhalt im Familien- und Freundeskreis ist während des Studiums für Jana Wulf wichtig. 

Der Einsatz zahlt sich für die junge Frau bereits aus. „Ich konnte bei meinem Arbeitgeber aus der aktiven Kundenbetreuung in das Vertriebscontrolling wechseln und bekomme so nun viel von der Planung, Steuerung und Lenkung der Bank mit. Durch den Bachelor-Abschluss erhoffe ich mir, dass sich für mich weitere berufliche Türen öffnen.“

(c) Silke Wrona, VWA Arnsberg, 15.12.2016,